Cloud-Arbeitsplatz

Microsoft 365 einrichten, absichern und betreuen

Eingerichtet ist Microsoft 365 schnell. Ordentlich aufgeräumt und abgesichert ist es selten, und ein Backup fehlt oft auch.

Arbeitsplatz mit Notebook, Notizen und Unterlagen auf dem Schreibtisch

Die meisten Unternehmen, die sich bei uns melden, haben Microsoft 365 schon. Meist ist es gewachsen: Postfächer aus zwei Umzügen, Dateien halb in SharePoint und halb auf einem alten Server, Berechtigungen, die niemand mehr überblickt, und kein Backup. Wir bringen das in Ordnung und betreiben es weiter. Und wo M365 nicht passt, sagen wir es Ihnen.

  • Umzug von Postfächern, Dateien und Teams aus Altsystemen, ohne Stillstand im Betrieb
  • Benutzerverwaltung in Entra ID: Konten, Gruppen, Rollen und ein Rechtemodell, das nach einem Jahr noch stimmt
  • Mehrfaktor und Anmelderegeln (Conditional Access), damit ein geratenes Kennwort nicht genügt
  • Sicherung außerhalb von Microsoft: Microsoft sichert Ihre Inhalte nicht. In betreuten Netzen überwacht magiC-control, ob sie läuft
  • Teams-Telefonie mit Anbindung an die Telefonanlage samt Call-Flow
  • Auftragsverarbeitung, Drittlandfrage und Löschkonzept, geprüft von den eigenen Fachkräften

Microsoft sichert Ihre Daten nicht

Der häufigste Irrtum im Gespräch. Microsoft sorgt dafür, dass der Dienst läuft. Ob Ihre Inhalte nach einem Irrläufer, einem gelöschten Konto oder einer Verschlüsselung wieder da sind, liegt bei Ihnen. Gelöschte Mails hält Exchange Online in der Grundeinstellung 14 Tage vor, ein gelöschtes Konto samt Postfach 30 Tage. Wir empfehlen deshalb eine Sicherung außerhalb von Microsoft 365, aus der sich auch eine einzelne Mail oder Datei zurückholen lässt. Betreuen wir Ihr Netzwerk, schlagen wir eine konkrete Lösung vor, und magiC-control überwacht, ob die Sicherung tatsächlich läuft. Betreuen wir Sie im Datenschutz oder als ISB, gehört die Frage auf unsere Liste, umgesetzt wird sie von Ihrer IT.

Eine Sicherung ist noch kein Archiv

Die Sicherung holt verlorene Daten zurück. Die Archivierung erfüllt eine gesetzliche Pflicht: Empfangene und abgesandte Handels- und Geschäftsbriefe sind nach HGB und Abgabenordnung sechs Jahre aufzubewahren, Buchungsbelege acht Jahre, und eine E-Mail kann beides sein. Das Archiv muss die Mails über die ganze Frist lesbar halten und darf sie nicht nachträglich verändern oder vorzeitig löschen lassen. Ein Postfach, aus dem jeder selbst löschen kann, leistet das nicht. Und nach Ablauf der Frist muss gelöscht werden, sonst steht das Archiv im Widerspruch zur DSGVO.

Konten und Rechte zuerst

Wer den Zugang hat, ist drin, ganz ohne Netzwerkgrenze. Deshalb steht bei uns am Anfang das Rechtemodell: Wer darf was, wer erbt wovon, welche Konten sind Dienstkonten und wer sperrt die Zugänge ausgeschiedener Beschäftigter. Dazu Mehrfaktor für alle und Regeln, die ungewöhnliche Anmeldungen gleich blockieren und nicht bloß protokollieren.

Copilot oder eigenes Modell

Copilot ist bequem und sitzt schon in den Anwendungen. Für Personalakten, Mandantendaten oder Konstruktionsunterlagen ist er trotzdem oft die falsche Wahl. Wir trennen die Fälle: unkritische Inhalte bei Microsoft, sensible Inhalte auf unseren eigenen KI-Servern. Was welchen Weg nimmt, halten wir vorher schriftlich fest.

Der Anbieter sitzt in den USA

Das lässt sich nicht wegkonfigurieren, nur bewerten. Wir schließen den Vertrag zur Auftragsverarbeitung, dokumentieren die Übermittlung und schauen uns an, welche Daten überhaupt hineingehören. Spricht das Ergebnis gegen M365, sagen wir es Ihnen. Eine Einwilligungserklärung als Notlösung basteln wir nicht.

Häufige Fragen

Was Kunden dazu fragen

Sichert Microsoft unsere Daten nicht selbst?

Microsoft sorgt dafür, dass der Dienst läuft. Ob Ihre Inhalte nach einem Irrläufer, einem gelöschten Konto oder einer Verschlüsselung wieder da sind, liegt bei Ihnen; Microsoft nennt das geteilte Verantwortung. In der Grundeinstellung sind gelöschte Mails nach 14 Tagen weg, ein gelöschtes Konto samt Postfach nach 30. Wir empfehlen deshalb eine Sicherung außerhalb von Microsoft 365. In den Netzen, die wir betreuen, schlagen wir eine konkrete Lösung vor und überwachen sie mit magiC-control.

Reicht das Postfach als E-Mail-Archiv?

Nein. Geschäftliche E-Mails sind nach HGB und Abgabenordnung sechs Jahre aufzubewahren, E-Mails mit Rechnungen als Buchungsbelege acht Jahre. Das Archiv muss sie über die ganze Zeit lesbar halten und vor Veränderung und vorzeitigem Löschen schützen. Ein Postfach, in dem Beschäftigte selbst löschen können, erfüllt das nicht, und eine Sicherung auch nicht: Sie überschreibt alte Stände nach ihrem eigenen Rhythmus. Nach Ablauf der Frist muss wiederum gelöscht werden.

Wie lange dauert die Umstellung, und steht der Betrieb dabei still?

Nein, der Betrieb läuft weiter. Postfächer ziehen im Hintergrund um, während weiter gearbeitet wird; umgeschaltet wird zu einem abgestimmten Zeitpunkt, meist abends oder am Wochenende. Wie lange das Ganze dauert, hängt an drei Dingen: der Datenmenge, der Zahl der Altsysteme und daran, wie aufgeräumt die Berechtigungen vorher sind. Der dritte Punkt ist der, der Projekte in die Länge zieht, und der einzige, den man vorher klären kann. Einen belastbaren Zeitplan bekommen Sie nach der Bestandsaufnahme, nicht vorher.

Dürfen wir Microsoft 365 mit Personaldaten überhaupt nutzen?

Nutzen ja, aber nicht ohne Unterlagen. Microsoft ist Auftragsverarbeiter, es braucht also einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO, einen Eintrag im Verarbeitungsverzeichnis und eine Bewertung der Übermittlung in die USA. Letztere stützt sich derzeit auf den Angemessenheitsbeschluss zum EU-US Data Privacy Framework und zusätzlich auf Standardvertragsklauseln. Das ist kein erledigter Punkt: Der US CLOUD Act verpflichtet US-Anbieter, Daten auf Anordnung herauszugeben, unabhängig davon, in welchem Land die Daten liegen. Ein Speicherort in Europa löst dieses Problem nicht, er verkleinert es. Bei Personaldaten, Gesundheitsdaten oder Daten aus Berufsgeheimnissen halten wir zudem eine Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO für angezeigt. Wir schreiben sie mit.

Lohnt sich Copilot für uns?

Für manche Inhalte ja, für andere nein, und die Trennung gehört vor die Einführung. Copilot sitzt bereits in den Anwendungen, das ist bequem und spart Schulung. Gleichzeitig liest er auf Zuruf alles, worauf der fragende Nutzer Zugriff hat, und genau das macht ein unsauberes Rechtemodell sichtbar. Für Personalakten, Mandantendaten oder Konstruktionsunterlagen ist er deshalb oft die falsche Wahl. Wir teilen die Fälle: unkritische Inhalte bei Microsoft, sensible Inhalte auf unseren eigenen KI-Servern. Was welchen Weg nimmt, halten wir vorher schriftlich fest, damit es später nachweisbar ist.

Nächster Schritt

Sprechen wir kurz darüber

Ein Telefonat von zehn Minuten klärt meistens schon, ob und wie wir helfen können. Kostenlos und unverbindlich unter 0800 271-2000.